
Feiern als Zeichen des Glaubens
Die katholische Pfarrgemeinde Rosenkranzkönigin in Neubiberg feierte Fronleichnam
Am Donnerstag mussten in den Pfarrgarten von Rosenkranzkönigin noch zusätzliche Sitzbänke hergeholt werden, damit jeder Gottesdienstbesucher bei strahlendem Sonnenschein und der damit verbundenen Hitze auch einen Sitzplatz bekommen hat. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben schon seit Tagen die Feier zum Fronleichnamstag vorbereitet: Bühnenteile und Bänke aufstellen, den Altarraum vorbereiten und den Blumenschmuck der Blumenfrauen aufstellen, den Wandteppich aufhängen, der schon vor vielen Jahren von Gemeindemitgliedern selbst gestaltet wurde, Lautsprecheranlage installieren und die Blasmusik Harmonie organisieren. Sogar das Eichhörnchen, das sich im Garten Futter holt, schaute einmal vorbei.
Im Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Stefan Füger und assistiert von Diakon Erwin Mühlbauer, ging der Pfarrer auf die Mitte dieses Tages ein: Der Glaube an die wirkliche Gegenwart Jesu Christi im Zeichen des Brotes. Mit Hilfe eines Verkehrszeichen erklärte Pfarrer Füger welche Wirkung ein Warnschild auf den Verkehrsteilnehmer hat: es verändert - im besten Fall - sein Verhalten auf der Straße. Der Glaube an die Gegenwart Jesu Christi kann das Leben des Menschen verändern. Er gibt Kraft und öffnet Perspektiven, die im Alltäglichen nicht zu erkennen sind.
In diesem Glauben sind nach der heiligen Messe die etwa 200 Gläubigen, unter ihnen Bürgermeister Heyland und Frauen und Männer des Gemeinderates, auf die Straße gegangen und haben durch ihr Beten und ihr Singen das Brot des Lebens in der Monstranz begleitet. Die Station beim Schwesternheim in der Hohenbrunner Straße erfreute die vielen alten und kranken Ordensschwestern im Maria-Theresia-Heim und gab ihnen das Gefühl zur Gemeinschaft der Kirche wirklich dazuzugehören. Dank des Einsatzes etlicher Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neubiberg wurde die Strecke auch so sicher, dass zu keiner Zeit Gefahr für die Beter bestand.
Auf dem Weg durch die Cramer-Klett-Straße und die Hauptstraße ging die Prozession wieder zurück zur Kirche, wo mit dem Segen und dem Lied des Te Deum die große Gottesdienstfeier beendet wurde.
Anschließend gab es im Pfarrheim die so dringend ersehnte Erfrischung und Stärkung für alle Teilnehmer des Gottesdienstes.
Mit dieser etwas anderen Art von ?Demonstration? wird das Zeichen gesetzt, dass der christliche Glaube Platz in unserer Gesellschaft hat.