
Am kommenden Sonntag, 23. Juni um 10.30 Uhr wird im Festgottesdienst mit Kirchenchor in der Pfarrei Rosenkranzkönigin 100 Jahre Errichtung der Mariensäule in Neubiberg gefeiert. 1912 wurde die Freie Interessengemeinschaft der Gartenstadt Neubiberg gegründet. Man wollte Probleme gemeinsam angehen und mit Pioniergeist und großer Tatkraft ging man ans Werk. Erstes Zeichen für das geistliche Leben in der entstehenden Gartenstadt Neubiberg war die im Frühjahr 1913 von Matthias Grundler gestiftete Mariensäule, eine betende Sandsteinmadonna mit reichem Faltengewand auf einem Sockel.
Auf Kyreinschem Grund wurde sie vor einer Fichtengruppe an der Abzweigung des Weges nach Hohenbrunn an der Graf-Toerring-Straße, der heutigen Hauptstraße aufgestellt. Mit der Stiftung dieser Madonna war die spätere Wahl des Kirchenpatroziniums bereits vorgezeichnet. Im November 1942 ist die Mariensäule von ihrem ursprünglichen Platz in eine neu gestaltete Anlage zwischen Kirche und Kapelle versetzt worden. Da diese Mariensäule unter den Umwelteinflüssen schwer gelitten hat, musste sie 1981 restauriert werden und steht heute geschützt an einem würdigen Platz in der Kriegergedächtniskapelle. Für die Säule wurde eine neue bronzene Schutzmantelmadonna angefertigt, die heute zwischen Kirche und Kapelle steht.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird eine kurze Marienandacht im Freien gehalten werden. Darauf folgt noch ein Umtrunk mit Sekt und Orangensaft auf dem Kirchplatz. Alle sind herzlich eingeladen!