Pfarrverband Neubiberg - Waldperlach
Pfarrei Rosenkranzkönigin / Pfarrei St. Bruder Klaus
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    Bunte Kirchenglasfenster

    Die bunten Glasfenster im Anbau der Kirche wurden im März 1994 eingebaut. Der künstlerische Entwurf stammt von Herrn Stanislaw Mystek aus unserer Partnergemeinde Antoninek bei Posen/Polen und angefertigt wurden sie von einem Glasschneider in Polen.

    Die Fenster stellen die sieben Sakramente dar.

    Die Zählung der Fenster beginnt beim Taufstein (vorne rechts).

    Das erste Fenster stellt Taufe und Firmung dar:

    Der dreifaltige Gott (oben drei weiße Lichtbögen) schenkt dem Menschen (unten) seine Gnade (blauer Strom) und nimmt ihn in der Taufe an als sein Kind, indem die Worte Jesu gesprochen werden "ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (die drei Kreuzzeichen). Der Getaufte hat das göttliche Leben und seine Gnade in sich aufgenommen - er hat die weiße und blaue Farbe übernommen.

    Firmung: Vom Heiligen Geist (weiße Taube rechts oben) geht eine Kraft von Liebe und Leben (rote und lichtvolle Strahlen) aus und durchkreuzt den Lebensstrom der Taufe. Firmung und Taufe gehören unmittelbar zusammen. Firmung ist Vollendung der Taufe. In der Kraft des Heiligen Geistes kann der Gefirmte sein Leben gestalten und meistern.

    Im zweiten Fenster sind Bußsakrament und Krankensalbung dargestellt:

    Der linke Teil des Fensters ist dunkel - violett, dunkelblau, braun - die Farben der Sünde und der Buße. Rechts ist eine Segenshand zu sehen. Sie stellt die Vergebung Gottes dar, die uns im Bußsakrament geschenkt wird. Von ihr gehen Strahlen (rot, weiß) der Liebe aus, die das Dunkel des Bösen und der Sünde aufbrechen; denn nur durch Liebe kann es überwunden werden.

    Die Krankensalbung will den Kranken stärken und trösten; Krankensalbung hat aber auch sündenvergebende Wirkung und hat darum eine tiefe Beziehung zur Beichte. Entlang der vergebenden Segenshand Gottes geht ein Bogen mit roter Farbe (Liebe Gottes) zur Darstellung der Krankensalbung. Unten im Bild ist ein Gefäß mit Salböl zu sehen, das dem kranken Trost, Linderung und Heil schenken soll; dieses Gefäß ist als lichtspendende Kerze dargestellt, weil Christus Licht in das Dunkel und in die Verzweiflung des Kranken bringen möchte. Auch Brot gehört dazu und weist hin auf die Wegzehrung, die Stärkung in der hl. Kommunion. Das Grün im Teil der Krankensalbung weist hin auf den Trost und die Hoffnung, die dem Kranken geschenkt wird.

    Das dritte Fenster ist der heiligen Eucharistie gewidmet:

    In seiner Liebe (roter Balken) teilt sich Gott (Auge Gottes) der Schöpfung und dem Menschen mit und schafft, schenkt und ermöglicht Leben. Für die Schöpfung stehen im oberen Bereich das Licht der Sonne, in einem Bogen Mond und Sterne, im engeren unteren Bogen wie in einer Luftaufnahme Äcker, grüne Wiesen und auch ein See; für das leibliche Leben stehen Ähren und für das seelische Leben (Freude) Trauben. Letztere sind auch die eucharistischen Gaben - Brot und Wein, in denen sich der Herr ganz an uns hingibt und uns sein Leben und seine innige Gemeinschaft mitteilt. Während der Balken der Liebe die Schöpfung durchdringt, sind die Gaben des Lebens ganz in diese Liebe hineingenommen, von der Liebe Gottes umfangen. In der Eucharistie schenkt sich Gott in seiner Liebe ganz dem Menschen hin.

    Das vierte Fenster ist wieder zweigeteilt - Priesterweihe und Ehe.

    Im oberen Teil sehen wir eine Stola, das Amtszeichen des Priesters, und einen Kelch. Der Kelch ist von der blauen Farbe des Christuszeichens umgeben, denn der "Kelch, den wir segnen" ist Christus. Der erste und tiefste Auftrag des Priesters ist die Feier der Eucharistie (Kelch) - sie ist die Mitte seines Dienstes. Er kann seinen ihm aufgetragenen Dienst nicht aus eigener Kraft erfüllen, sondern nur in der Vollmacht und im Auftrag Jesu Christi (Christuszeichen) und er kann nur an seiner Stelle (das besagt die Stola) handeln - Gott wirkt durch den Priester.

    Im unteren Teil sind Blumen dargestellt für die Freude, das Leben und die Liebe. Blumen schenkt man bei der Hochzeit. Zwei rote Pfeile (Menschen voll Liebe) streben aufeinander zu und berühren sich. Frau und Mann, zwei Hände, stecken einander den Ring der Treue an, die sie sich im Angesicht Gottes versprechen. Und Gott sagt ihnen seinerseits seine Treue und Liebe zu.

    Verbunden sind beide Teile durch das Kreuz als dem Christuszeichen (blau als Zeichen des Himmels, des erhöhten Herrn), denn Jesus hat beiden Wegen seine Hilfe und Wegbegleitung und sein Heil zugesagt.
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