| Hoffnung wider alle Hoffnung Liebe Leser des Pfarrbriefs, Hoffnung und Zuversicht - ein anspruchsvolles Leitthema des Pfarrbriefs, das aber einen unmittelbaren Zusammenhang zum christlichen Hoffnungsfest Ostern hat, aber auch einen persönlichen Bezug zu jedem von uns. Denn wer von uns war nicht schon einmal hoffnungslos oder hoffnungsvoll? In einem modernen Kirchenlied, das im neuen Gotteslob (Nr . 788) steht, heißt es: Hoffen wider alle Hoffnung, glauben, dass es dennoch weitergeht. Lieben, wo es beinah nicht mehr möglich, damit die Welt auch morgen noch besteht. In diesem Hoffnungslied ist ausgedrückt, dass es sehr oft nicht mehr möglich ist zu hoffen, zu glauben und zu lieben in Konflikt- und Extremsituationen des Lebens. Es ist aber dennoch nötig und wichtig, die Kraft zur Hoffnung und zum Durchhalten zu haben, damit die Welt weiter bestehen kann. Ja, der Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) erhebt sogar die "Hoffnung" zum Prinzip seines philosophischen Systems, obwohl er marxistisch geprägt ist. Auch für uns Christen hat das Wort "Hoffnung" eine besondere Bedeutung. Der Apostel Paulus mahnt die christlichen Gemeindemitglieder von Thessaloniki, nicht zu trauern wie die anderen, die keine Hoffnung haben (1 Thess 4,13). Grund dafür ist, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde und jedem, der an Jesus Christus glaubt, der Zugang zum ewigen Leben eröffnet ist. Wörtlich dies zu begreifen, fällt uns schwer. Der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi, die wir an Ostern feiern, ist nicht einfach zu verstehen, und auch eine Erklärung würde hier an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Mögliche Zeichen und Symbole für Auferstehung und Durchbruch zu neuem Leben helfen uns meist weiter: der Sonnenaufgang, die ersten Frühlingsblumen, die aus der harten Wintererde sprießen, das Küken, das die harte Eierschale durchbricht. Sie alle wollen sagen, dass Hoffnung über das vordergründig Sichtbare hinausgeht, weil christlich verstanden Jesus Christus unser Leben und unsere Hoffnung begleitet und bei uns ist über den Tod hinaus, so wie es im anfangs genannten Lied in der Schlussstrophe heißt: Trauen dem, der uns gesagt hat: "Seht doch, ich bin bei euch alle Zeit". Mit uns ist er auch in unserm Suchen, bis wir ihn schaun im Licht der Ewigkeit. Ich wünsche Ihnen in dieser vorösterlichen und österlichen Zeit viel Hoffnung in ihrem Leben, die vom Glauben an den auferstandenen Jesus Christus getragen ist und ihr Leben mit Freude und Zuversicht erfüllt. Ihr Pastoralreferent Dr. Winfried Ploch
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