| Komm, Tröster! "Trösten": An diesem Wort bleibe ich hängen. Im vergangenen Jahr haben wir auch bei uns erfahren müssen, wie schnell Lebenspläne durchkreuzt werden können und wie trostbedürftig wir dann sind. Gewalt und Terror haben uns eingeholt? die Bilder des Attentats von Berlin haben sich eingegraben. Die unbeschwerte Freude, die Leichtigkeit des Seins ist überschattet. Und auch im persönlichen Lebensalltag gibt es immer wieder Einbrüche. Manche erleben sie im beruflichen Umfeld, andere im privaten Bereich. Ein Konflikt, eine Krankheit, eine schwierige oder zerbrochene Beziehung. Einschnitte, die unser Leben belasten, Wunden, die nur langsam heilen. Und in diese Welt spricht Gott zu uns durch den Propheten Jesaja: "Ich will euch trösten, wie eine Mutter." Mütter haben durch Schwangerschaft und Geburt eine besondere Beziehung zu ihrem Kind. Für die meisten Menschen steht die Mutter für Geborgenheit und Liebe. Jesaja muss es so erlebt haben; denn er beschreibt Gottes Liebe und Nähe, indem er sie mit der Liebe zwischen Mutter und Kind vergleicht. Eine Portion Mama! Kaum etwas ist für viele so heilsam wie ihre Stimme, ihre Nähe, ihre Arme. Wer sich dahin flüchten kann, der ist getröstet. Nicht nur bei aufgeschürften Knien, sondern auch bei einer aufgeschreckten Seele! Mütter machen Mut, Mütter trauen ihren Kindern etwas zu. Mütter vergeben große und kleine Sünden . In ihre Arme kann man fliehen, wenn die ganze Welt zusammenzubrechen scheint. Wie tröstet eine Mutter? Ich finde dadurch, dass sie da ist, mir zuhört, mich ermutigt, mich lieb hat, so wie ich bin - mit meinen Stärken und Schwächen. Überall auf der Welt finden sich Mütter, die Beispiele sind für solche bedingungslose Liebe! In Situationen tiefer Traurigkeit möchte ich nicht mit billigen Floskeln getröstet werden. Wie schön, wenn ich dann daran denken kann, dass Gott mich mütterlich trösten will. Ich persönlich erlebe Gottes Trost auf verschiedene Art und Weise: Er begegnet mir in Menschen, die mir genau im richtigen Moment zur Seite stehen, mir die richtigen Worte oder eine wohltuende Berührung schenken, oder mir einfach nur Vorbild sind. Und er begegnet mir im persönlichen Gebet. In dieser innigen Zwiesprache mit Gott spüre ich seinen Trost. Es hilft mir, still zu werden und mich Gott anzuvertrauen. Immer wieder darf ich erleben, dass mir Gott so Kraft schenkt und ich im Rückblick sagen kann, ich habe den richtigen Weg gefunden. "Ich will euch trösten wie eine Mutter": Diese Zusage tut mir gut. Gerade die Kar- und Ostertage machen mir deutlich, dass Gott da ist. Jesus am Kreuz hält seine Arme weit geöffnet. Menschen, die suchen, leiden, die Schuld auf sich geladen haben, dürfen zu ihm Wenn Sie auf die Grafik klicken, können Sie den kompletten Pfarrbrief einsehen / lesen. |



