Am 11. November 1928 weihte der damalige Erzbischof von München und Freising, Kardinal Michael Faulhaber, die neu erbaute Kirche „Rosenkranzkönigin“ an der Hauptstraße in Neubiberg.
Was bei der „Weihe“ geschieht: Das Haus aus Stein und Holz wird Gott zugesprochen. Deswegen wird im Lateinischen auch von „dedicatio“ gesprochen. Erst durch diesen feierlichen, liturgischen Akt, der dem Bischof vorbehalten ist, wird das Gebäude zu einem sakralen Ort . Das heißt: Dieser Ort ist ausschließlich dazu gedacht und geeignet, Gott in einer Atmosphäre zu begegnen, die sich vom Alltag und alltäglichen Verhalten deutlich abhebt.
Unser Kirchengebäude will allen Menschen, die Gott suchen, zu IHM beten und bei IHM Geborgenheit erhoffen, die Erfüllung dieser Wünsche und Bedürfnisse ermöglichen.
Auch wenn der Autolärm der neben der Kirche verlaufenden Straße in den sakralen Raum eindringt – die Stille macht ihn zu einem Ort der Begegnung mit Gott .
Elija erfuhr in der Stille die Gegenwart Gottes (1 Kön 19,12) und Jesus zog sich immer wieder in die Stille zurück (z.B. Mk 1,35). Weil die Stille den Menschen zu sich und in sich führt, ist sie der Weg zur Gottbegegnung . Denn am tiefsten Grund seines Wesens findet der Mensch seine Sehnsucht nach dem Ewigen und Göttlichen.
Ich wünsche allen, die in unsere Kirche Rosenkranzkönigin kommen, die Erfüllung dieser Sehnsucht!
Pfarrer Stefan Füger