| In Erwartung des Kommenden Kann uns der Kommende noch etwas für unser Leben sagen oder brauchen wir einen Kommenden nicht? "Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?" (Mt 11,3) fragt Johannes der Täufer, der im Gefängnis sitzt, Jesus durch seine Jünger. In der Frage Johannes des Täufers spiegelt sich die altertümliche Messiasbezeichnung "der Kommende" wider, die eben bei Johannes dem Täufer und bei Hab 2,3 in der griechischen Übersetzung nachweisbar ist. Ist unsere Selbstzufriedenheit und Selbstgenügsamkeit so groß, dass ein "Kommender" unbedingt nötig ist und wir ihn erwarten? Das Kind in der Krippe in Bethlehem weckt religiöse Empfindungen und Gefühle, die zwar nicht an eine Rettergestalt und an einen Erlöser erinnern. Und doch beginnt mit dem Gekommenen eine neue Zeit, eine neue Heilszeit, in der wunderbare Dinge durch den Gekommenen geschehen. Die Antwort Jesu an Johannes den Täufer lautet: "Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet." (Mt 11,5) Dr. Winfried Ploch Wenn Sie auf die Grafik klicken, können Sie den kompletten Pfarrbrief einsehen / lesen. |



