| Offen sein - aus biblischchristlicher Sicht Auch wenn diese Haltung in der Gesellschaft als opportun gilt, im christlichen Glauben kann sie zum Menschen, die offen sind, gelten in unserer Gesellschaft als sozial verträgliche Zeitgenossen. Sie akzeptieren Veränderungen und Neuerungen, tragen sie mit und machen auch mit. Wenn das Produkt, das mit Offenheit und Bereitschaft angenommen werden soll, dann auch noch zeitgemäß, Diese Art von "offen sein" kann aber auch schaden: Wer neben "Offensein" nicht auch wach und aufmerksam für Manipulationen ist, wird schnell zum Opfer. Ich lege jetzt doch - nach langem Zögern - diesen Satz vor: "Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht." "Offen sein" im christlichen Milieu führt - das zeigt die 2000-jährige Geschichte des Christentums - zu völlig neuen Erlebniswelten und kann Auswirkungen für die menschliche Gesellschaft haben. Alles hat angefangen mit Maria. Sie hat nach Gott gesucht, war neugierig auf ihn. Weil sie offen war für außergewöhnliche und der menschlichen Logik fremde "Erscheinungen", nahm sie den Engel Gabriel wahr. Dieser hat ihr verständlich gemacht, dass Gott sie braucht. Sie hat zum Heiligen Geist einfach "Ja" gesagt. Sie hat sich darauf eingelassen, was da auf sie zukommt. Jenseits aller naturwissenschaftlichen Erklärbarkeit ist allein durch den Willen Gottes und dem "Ja" von Maria ein Kind geworden. Eine neue Schöpfung ist geschehen. Nur ein offener Geist konnte in Petrus die Aufforderung Jesu "Folge mir nach!" (Joh 21,19) aufnehmen und ihn dazu befähigen, als Zeuge in Rom den Beginn der Kirche mit seinem eigenen Blut zu markieren. Ebenfalls in Rom - nur 1900 Jahre später: Der "Übergangspapst" Johannes XXIII. öffnete mit der Ankündigung des zweiten Vatikanischen Konzils die Kirche für die Herausforderungen der modernen Zeit. Das "Offensein" des Roncalli-Papstes brachte frischen Wind in die Gemeinden Jesu Christi, in denen Ehrenamtliche durch das neu definierte allgemeine Priestertum am Auftrag der gesamten Gemeinschaft der Getauften teilnehmen: Durch ihr Zeugnis und ihre christliche Hoffnung Kirche vor Ort mittragen und aufbauen. Wer sich von den Gemeindemitgliedern unseres Pfarrverbandes als Kandidatin oder Kandidat zur Wahl des neuen Pfarrgemeinderates am 25. Februar 2018 aufstellen lässt, wirkt mit an dem Offensein für das Reich Gottes! Ich wünsche Ihnen - im Namen des gesamten Pastoralteams - ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein offenes Herz für das Wirken des Heiligen Geistes! Stefan Füger, Pfarrer Wenn Sie auf die Grafik klicken, können Sie den kompletten Pfarrbrief einsehen / lesen. |



