Pfarrverband Neubiberg - Waldperlach
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    Eremitin sein in der heutigen Zeit

    Auch heute folgen Menschen einem inneren Ruf, einer Sehnsucht, in Abgeschiedenheit ungeteilt Gott zu suchen. Sr. Benedicta lebt als Eremitin. Sie hat auf Fragen von Gemeindemitgliedern geantwortet.

    + Was hat Sie bewogen, diesen Weg der Abgeschiedenheit zu gehen/leben?

    Ein innerer Ruf, eine  Sehnsucht nach ungeteilt Gott zu suchen; ein Ruf, der über Jahre nicht abnahm, sondern intensiver wurde und von einem geistlichen Vater begleitet wurde.

    + Wie sieht ihr Tagesablauf aus?

    Ein Wechsel von Gebet und Arbeit, wobei das Ziel ist alles in der Gegenwart Gottes zu tun.

    + Gibt es spezielle Regeln, denen Sie unterworfen sind?

    Es gibt Kriterien für`s eremitische Leben, die nicht neu erfunden wurden, sondern auf der Basis der Wüstenvätern und Wüstenmütter gründen. Dazu gehören z.B. Abgeschiedenheit, Stille, Gebet, einfacher Lebensstil.

    + Wie reagiert die Umwelt auf Sie? Haben Sie evtl. schon schlechte Erfahrungen gemacht?

    Von großem Respekt bis völligem Unverständnis ist die Bandbreite. Bei dem Unverständnis werden Flucht oder bequemes, unsoziales Verhalten "attestiert". Es geht im eremitischen Leben nicht darum von den Menschen weg, sondern auf Gott hin zu leben. Und wer sich Gott zuwendet, hat auch die Menschen im Blick. Das zeigt sich besonders an denen, die Rat und Hilfe suchen bei den Eremiten, so wie es schon bei den Wüstenvätern und Wüstenmüttern war.

    + Feiern Sie auch kirchliche Feste?

    Für mich als Eremitin sind Advent und Fastenzeit Intensivzeiten, in denen ich mich mehr als sonst zurückziehe , also auch keine Gespräche führe, um meinen "inneren Vorrat" von Gott her wieder auffüllen lasse.

    + Haben Sie Kontakt zu Ihrer Familie und Freunden, vermissen Sie keine Gespräche?

    Der Kontakt zu meiner Familie ist mir sehr wichtig, wobei dieser Kontakt wohl "dosiert" ist. Ich fahre z.B. 1x im Jahr für einige Stunden zu meiner Familie und dann ist es auch ein Fest für uns alle.

    "Der Eremit verlässt seine Zelle nicht für einen Besuch, es sei denn, jemand ist krank." So streng nahmen es die Prototypen der Eremiten. Aber auch heute gilt: "Bleib in deiner Zelle, und die Zelle lehrt dich alles!" Sich selber aushalten lernen ist keine einfache Angelegenheit.

    + Wie verdienen Sie ihren Lebensunterhalt?

    Das ist sehr unterschiedlich, ideal ist es, wenn Heimarbeit möglich ist, z.B. wie Übersetzungsarbeiten, Kerzenverzieren, einige machen Nachtwachen in Altenheime oder privat.

    + Wo wohnen Eremiten?

    Die meisten haben außerhalb eine Wohnmöglichkeit oder leben in historischen Eremitagen. Es gibt auch Stadteremiten, die im Hochhaus leben, was allerdings nur für ganz wenige der richtige Ort ist.

    + Welchen Stellenwert hat die Bibel für die Eremiten?

    Das Wort Gottes ist das Fundament auf dem ein christliches und sicher auch ein eremitisches Leben gelebt werden muss. Es ist die "Nahrung", von der der Eremit lebt.

    + Welche geistliche Lektüre außer der Bibel haben Sie?

    Geistliche Lektüre ist die Medizin des Eremiten. Die Schriften der Wüstenvätern und Wüstenmüttern, Kirchenlehrer, kirchliche Dokumente. Der Eremit bemüht sich, von der Quelle her zu leben, und das sind diese Schriften.

    + Wie ist das Eremitenleben in Einklang mit dem "Leben in menschlicher Gemeinschaft" zu leben, wenn Jesus selbst in dieser Gemeinschaft gelebt hat?

    Jesus hat uns vorgelebt, dass die Beziehung zu Gott auch des Rückzugs bedarf. Er zog sich immer wieder zurück in die Einsamkeit. Und Gemeinschaft mit Menschen muss auch immer eine vertikale Dimension haben, wenn sie Bestand haben soll.

    + Wie ist der Spagat "Allein sein mit Jesus" (wie es Teresa v. Avila sagt) und die Einsamkeit zu meistern?

    Diese Frage verstehe ich nicht gut. deshalb möchte ich hier nicht antworten.

    + Hat das Leben anderer für Sie noch Bedeutung oder haben Sie sich komplett abgeschottet?

    Das Leben des Einsiedlers ist kein Abschotten, sondern ein Hinwenden. Und das Hinwenden drückt sich auch in der Begegnung mit Menschen die Rat und Hilfe brauchen aus, sowie im stellvertretenden Gebet für die Menschen, im Mittragen ihrer Last und Sorgen.

    + Gibt es "Aufnahmebedingungen" bzw. "Statuten", um als Eremitin aufgenommen zu werden?

    Es gibt Kriterien für`s eremitische Leben, die die Kirche festgelegt hat und der Eremit lässt sich von einem anderen, erfahrenen EremitIn begleiten. Eine Lebensregel macht der Eremit selber und legt sie der geistlichen Begleitung vor.

    + Gibt es einen obersten Eremiten bzw. einen obersten Mentor?

    Nein

    + Gibt es eine Kleiderordnung für Eremiten?

    Das Kirchenrecht sieht keine Kleiderordnung vor, aber ein ordensähnliches Kleid darf getragen werden, sowie die Anrede Schwester ... oder Bruder.

    + Wer versorgt Sie mit den Dingen des Alltags bis hin zur Zahnpasta? Haben Sie einen Hausarzt.

    Da der Eremit kein außerirdisches Wesen ist, muss sie/er für die Dinge des Alltags selber sorgen, wozu auch ein Arztbesuch gehört.

    + Sind Tage und Nächte manchmal unendlich lang für Sie, wenn Sie ins Grübeln kommen?

    Nein, ganz sicher nicht. Auch wenn das eremitische Leben eine "Wüstenwanderung" ist, so gibt es auch immer wieder erfrischende Oasen.

    + Was vermissen Sie wirklich?

    Ehrlich gesagt: nichts. Ich bin mir bewusst, dass das schwer nachzuvollziehen ist für Menschen in unserer heutigen Welt. Aber was anderes zu sagen würde falsches konstruieren.

    + Denken Sie darüber nach, sich mit Ihrer selbstgewählten Einsamkeit den Menschen zu entziehen, die Sie vielleicht brauchen?

    Das eremitische Leben ist eine Antwort auf einen inneren Ruf. Menschen, die mich brauchen, finden bei mir eine offene Tür, ein offenes Herz und ZEIT.

    + Wie sieht bei Ihnen eine Auszeit bei der Eremitage aus?

    Wovon eine Auszeit? Auszeit von Gott? Auszeit von meiner Lebensform? Nein, eine Auszeit brauche ich nicht, ich lebe gerne und erfüllt dieses Leben.

    + Können Sie sich vorstellen, dass Sie der Ruf ereilt, wieder in Ihr altes Leben zurückzusteigen oder eine andere gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen?

    Ich von mir aus kann es mir nicht vorstellen, aber was Gott mit mir vorhat, weiß ich nicht. Ich hoffe, hier mein irdisches Leben beenden zu können.

    + Wie nehmen Sie die schnelllebigen Veränderungen unserer Zeit wahr?

    Atem - beraubend. Krankmachend.

    + Werden Sie zur Bundestagswahl gehen?

    Selbstverständlich. Ich mache Briefwahl.

    + Würden Sie und wie würden Sie manchmal gern ausbrechen?

    Nein, danke.

    + Was würden Sie mir raten, wenn ich mit einer Eremitage liebäugeln würde?

    Ich würde ihnen raten, in sich hinein zu horchen, mich in dieser Frage begleiten lassen, und vor allem die Motive klären und nicht zuletzt im Gebet um den Geist Gottes bitten.

    + Was unterscheidet Ihr Eremitentum von dem des Nikolaus von der Flüe?

    Er war ein Heiliger! Ein ganz besonders von Gott erwählter mit einer großen Lebensaufgabe.

    Da passt kein Vergleich, wohl aber inhaltlich möchte ich eremitisch leben in meiner Zeit und mit meinen Gaben und Talenten.

    Die Wüstenväter und Wüstenmütter warnen vor vergleichen, es ist Hochmut.

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